Presseclipping
STROM UND WASSER

STROM UND WASSER

Deren aktuelle Besetzung bestand aus Frontmann Heinz Ratz (Bass, Gesang), Enno Dugnus (Piano) und einem brillianten Percussionisten namens Claudio Spieler.
 Die Musik dieser Band ist quirlig wie ihr Frontmann: Melodien, die gerne und sowieso gegen die üblichen Regeln der Hamonie anspielen. Stets temporeiche, preschende und stolperde Rhytmen aus Ska, Polka, Jazz und Dreiviertel- und sonstwiekomplizierten Takten lassen die Zuhörer von der ersten Minute an nicht still stehen. Überhaupt ist die gesamte Instrumentalisierung der Band auf den Rhythmus ausgelegt, das Piano akzentuiert mit Akkorden, Heinz spielt 5-seitigen Bass mit zugetapetem Schalloch und die Persussion würzt und treibt mit unglaublicher Vielfalt an Klangfarben. Da wippt der Iro, da fliegen die Dreatlocks, das Publikum schwingt Boots und Ellenbogen, die Markenzeichen der linken Szene sind unverkennbar.
 Die Gesangsstimme von Heinz ist oft düster, rauchig, kehlig, hat ein gewisses Tom Waits-Timbre und klingt so anders als seine normale Sprechstimme, daß mich das Gefühl beschleicht, da wohnt ein anderer Ratz in diesem Kerl, der giftig-gallig-böse auf die Welt rotzt. Und das tut er mit einem Schwall ballaststoffreicher Texte, die im rasenden Tempo der Musik beim ersten Hören fast kaum vollständig aufgenommen werden können. Was wiederum förmlich zum Kauf der CD´s auffordert, alle Bookletts sind übersichtlich mit Texten versehen. Außerdem sind zahlreiche Gastmusiker am Werk, die mit Cello, Posaune, Flöte schöne Klangtupfer in den “meltig Pot” zaubern. Bei Traumton gibts Cd´s zu kaufen und alle Termine der nächsten Zeit im Überblick.

 
Der Auftritt war der Abschluß einer 14-tägigen Tournee der Band und man hätte meinen können, die Spielwut war angesichts des vorerst letzten Auftritts besonders groß, Heinz Ratz kaum mehr zu bremsen ..
. Gegen 21:45 folgte die erste Zugabe: 
Träumerchen
, Panzerfahrer Jupiter, 
Ranfigurenkabinett
; Exkurs:  noch eine kurze Vorstellung des Projekts “Die Lee(h)re der Flüsse”, das am 07.06. im Pantheon Bonn Station macht, mit Götz Widmann als Gast.
 Und weils thematisch so gut dazu paßt: Die Elbe; - finally
 die Große Mondpolka